Flattr – Großer Hype ums kleine Geld im Internet. (UPDATE)

by Steffen Zörnig
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Micropayment ist eines der ungelösten Probleme des Internets und ebenso fragen sich viele kleinere Webseiten, wie sie auch ohne Werbung zumindest einen kleine Teil ihrer Ausgaben wieder einnehmen können. Der Internetdienst Flattr nimmt sich dieser Problematik an und etabliert in vielen Publikationen (von kleinen Weblogs bis zur TAZ) einen Flattr(Spenden)-Button.

Das Prinzip ist dabei einfach. Jeder Nutzer legt einen Betrag monatlich fest, den er spenden möchte. Am Ende des Monats wird der Betrag durch die Anzahl an Klicks geteilt und entsprechend an die geklickten Seiten ausgezahlt. Flattr behält davon 10% ein und finanziert sich daraus. Bis zum 12.8. konnte man bei Flattr nur durch eine Einladung teilnehmen, ab jetzt kann sich jeder unter flattr.com anmelden, wie golem.de berichtet. Dass man damit durchaus Geld verdienen kann, zeigt z.B. das FSCKLOG. Hier wurden laut Aussagen des Betreibers in 2 Monaten, während der eingeschränkten Beta Zeit, ein knapper 4-stelliger Betrag über Flattr eingenommen.

Viele Internetnutzer sehen in Flattr eine Art Kulturflatrate. Man stellt z.B. 20 Euro im Monat ein und wirft diese dann in den Topf, den sich alle besuchten Seiten teilen. Damit trägt man seinen Obolus zum System bei und alle sind glücklich. Doch es werden bei weitem nicht alle Webseiten daran teilnehmen und vor allem Industrien wie Filme und Verlage, die auch ein Teil unserer Kultur sind, werden einen relativ großen Bogen um Flattr herum machen. So ist Flattr aktuell für viele Seiten eine Möglichkeit ein bisschen Aufmerksamkeit zu bekommen und noch weit davon entfernt eine Kulturflatrate oder ähnliches zu sein. Ferner gibt es natürlich auch viele andere kritische Meinungen zu Flattr. Viele Interessante Hintergründe zu Flattr hat Netzpolitik in einem Interview mit dem Flattr Gründer Peter Sunde, auch Mitbegründer der Torrent-Tracker-Site The Pirate Bay, erfahren.

Mein Fazit
Flattr ist ein interessanter Dienst, der auch auf eine größerer Basis an Usern blicken kann, die bereit sind 2 bis 10 Euro pro Monat auszugeben. Ich selber gebe aktuell 5€ im Monat aus und bin froh mir nicht mehr auf den Seiten überlegen zu müssen, wieviel ich spenden möchte und wie ich das machen kann. Bei Inhalten, die mir lieb und wichtig sind, werde ich natürlich auch weiterhin gerne eine Spende direkt per Paypal oder aufs Konto tätigen. Testweise habe ich selber den Flattr Button eingebaut und bin gespannt, ob ich damit zumindest meine 5€ Flattrfee wieder rausbekomme.

Update am 1.1.2011
Ich habe Flattr übrigens wieder aus diesem Blog entfernt. Reich bin ich damit nicht mal ansatzweise geworden. Vielleicht probiere ich es irgendwann noch mal, vorerst bleibt die Seite aber erstmal Flattr-/Werbefrei.

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2 comments

Michael 20. August 2010 - 22:03

Sorry, aber es gibt keine “Unkosten”. Buchhalterisch sind das Kosten.

Steffen Zörnig 29. August 2010 - 10:17

Danke für den Hinweis. Ich habe das einmal korrigiert.

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