Lokale Suche bei Google Teil 3: Branchenbücher

by Steffen Zörnig
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Wie im zweiten Teil erklärt, haben die Einträge in Branchenbüchern und anderen Verzeichnissen eine größere Bedeutung um möglichst weit oben in den lokalen Ergebnissen angezeigt zu werden. Deshalb befasst sich der vorerst letzte Beitrag dieser Serie mit diesem Thema.

Reine Branchenverzeichnisse
Diverse Branchenbücher bieten kostenlose Einträge für die eigene Firma. Darunter fallen z.B. Stadtbrachenbuch.com, meinestadt.de, goyellow.de und 11880.com. Neben den kostenlosen Basiseinträgen bieten die Branchenverzeichnisse auch spezielle „Premium-Einträge“ an. Diese kosten pro Monat bis zu 40 Euro und bieten aus meiner Sicht kaum Mehrwert. Das kann von Branche zu Branche jedoch variieren. Leider bieten praktisch alle Branchenverzeichnisse nur ein Webformular, um die Daten der Standorte zu ändern. Gerade bei mehreren Hundert Filialen ist das ziemlich umständlich. Wenn man jedoch einen Premiumeintrag erwirbt, kann man natürlich auch eine Excel Liste bei den Anbietern abliefern. Wenn man hier jedoch das Beispiel meinestadt.de nimmt, so zahlt man bei 100 Filialen im Monat 3.900€, also im Jahr über 45.000€. Hier kann man sicherlich noch preislich nachverhandeln, aber bei dem Preis beschäftige ich lieber einen Studenten, der sich einmal in der Woche 1-2 Stunden um die Änderungen kümmert und weniger als 2-3% der Kosten verursacht – für mehr als ein Branchenverzeichnis versteht sich.

Qype
Der Branchen- und Bewertungsdienst Qype nimmt bei Google eine besondere Stellung in Deutschland ein. Von hier nimmt Google nicht nur die Adressen, sondern auch Bilder und Bewertungen. Diese Funktion bieten zwar auch andere Dienste, aber Qype hat den großen Vorteil, dass hier wirklich viele User auch Bewertungen und Kommentare abgeben. Diese Bewertungen zeigt Google häufig schon in der Vorschau – spätestens aber im Detaileintrag selber an. So sollte man hier auch im Dialog mit den Usern bleiben und ggf. bei schlechten Bewertungen mit Freundlichkeit und Verständnis reagieren. Anwälte und andere rechtliche Schritte sollte man hier lieber nicht einschalten – es sei denn, man ist ggf. an schlechter Presse interessiert.

Leider gilt für Qype das gleiche wie für die restlichen Branchenbüchern. Wenn man einen Premiumeintrag für gut 50€ im Monat pro Niederlassung hat, kann man die Daten per Excel Datei an Qype geben, mit dem Basiseintrag muss man dieses selbst erledigen. Ich hatte darauf einige Gespräche mit Qype und aktuell wird die API um enrsprechende Funktionen erweitert. Damit wäre dann ein autoamtischer Abgleich mit PHP oder anderen Sprachen möglich.

Bilder und Videos zu den Einträgen in Google Maps.
Quellen von Bildern sind für Google: Panoramio, Qype und diversen Reiseseiten wir Holidaycheck, cityguide und Trivago. Das variert natürlich alles von Land zu Land, bzw. auch von Bundesland zu Bundesland. Videos werden aktuell hauptsächlich von Youtube eingebunden. Hier sollte man aus meiner Erfahrung auch in möglichst vielen unterschiedlichen Verzeichnissen stehen.

Fazit
Gerade kleine Unternehmen mit wenig Standorten können über die lokalen Suchergebnisse guten Traffic bekommen, ohne extrem viel Aufwand zu betreiben. Jedoch merkt man auch hier, dass der Markt langsam aufwacht und das Erreichen guter Positionen immer schwieriger wird.
Ich hoffe ich konnte in dieser Serie einige Tipps geben und freue mich natürlich immer über Anregungen und Kommentare.

Alle Teile dieser Serie:
Teil 1: Standorte in den Suchergebnissen
Teil 2: Optimierung der Suchergebnisse
Teil 3: Branchenbücher

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1 comment

Branchencenter Optimierer 2. September 2010 - 23:42

Hallo Steffen, eine vielversprechendes Thema, welches gerade die Oberfläche angekratzt hat. Die genannten Branchenbücher sind Allerwelts-Branchenbücher… Kein neuer Tipp!? Schade.

Noch ist es für das Ranking in den Places wichtig, möglichst oft genannt zu werden (Citations). Vielleicht geht ab einer gewissen “Füllung” der Places-Eintrage, auch darum – wer in Bezahl-Branchenbüchern und wie oft vertreten ist. Schon heut ist ein bezahlter Eintrag bei den Gelben Seiten – Gold wert.

p.s. Überprüf bitte mal die Verlinkung zu “Teil 3” von hier und mindestens auch von “Teil 2”.

😉

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