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	<title>Steffen Zörnig &#187; Datenschutz</title>
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		<title>Datenraub im Sony Playstation Network &#8211; PSN</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 05:27:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Zörnig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Hack]]></category>
		<category><![CDATA[Playstation]]></category>
		<category><![CDATA[Sony]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor gut einer Woche hat Sony das Playstation Network (PSN) abgeschaltet und berichtete von einem Sicherheitsproblem. Wie Sony nun bekannt gab hatten sich dritte Personen zwischen dem 17. und 19. April 2011 Zugriff auf alle persönlichen Daten des Playstation Networks verschafft. Auch den Zugriff auf die Kreditkartendaten schloss Sony nicht aus &#8211; was man wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zoernig.de/wp-content/uploads/2011/04/PSN-Hack-Ausfall.jpg" rel="lightbox[998]" title="PSN Hack Ausfall"><img src="http://www.zoernig.de/wp-content/uploads/2011/04/PSN-Hack-Ausfall-210x120.jpg" alt="PSN Hack Ausfall" title="PSN Hack Ausfall" width="210" height="120" class="alignright size-medium wp-image-1004" /></a>Vor gut einer Woche hat Sony das Playstation Network (PSN) abgeschaltet und berichtete von einem Sicherheitsproblem. Wie Sony nun bekannt gab hatten sich dritte Personen zwischen dem 17. und 19. April 2011 Zugriff auf alle persönlichen Daten des Playstation Networks verschafft. Auch den Zugriff auf die Kreditkartendaten schloss Sony nicht aus &#8211; was man wohl als Bestätigung ansehen darf.<br />
<span id="more-998"></span></p>
<p>Konkret geht es um die folgenden Informationen:<br />
- <strong>Name</strong><br />
- <strong>Adresse</strong><br />
- <strong>E-Mail Adresse</strong><br />
- <strong>Telefondaten</strong><br />
- <strong>Geburtsdatum</strong><br />
- Playstation Network <strong>Passwort</strong> (vielleicht sogar in Klartext)<br />
- <strong>Loginname</strong><br />
- <strong>Kreditkarten Daten</strong> (ggf. ohne Sicherheitscode)<br />
- Kaufhistorie und alle weiteren Profildaten</p>
<p>Wer also seine Kreditkartendaten bei SONY im Playstation Network hinterlegt hat, sollte in den nächsten Monaten seine Kreditkarten Abrechnungen genau im Auge behalten. Vielleicht ist es zudem Ratsam seine Bank über den Vorfall zu informieren, so dass diese ggf. die Kreditkarte tauscht. Wer dafür die Kosten trägt, kann ich jedoch leider nicht beantworten und wird von Bank zu Bank wahrscheinlich unterschiedlich sein. Und wenn man die Usernamen/E-Mail und Passwort Kombination auch bei anderen Diensten nutzt, so empfiehlt sich dort die Passwörter sofort zu ändern. Wann das Playstation Network wieder erreichbar ist sagt Sony nicht. Jedoch wird es grundlegende Änderungen geben, so dass man noch einige Zeit auf den Dienst vermutlich verzichten muss. Ein Rätsel dürfte zudem sein, warum SONY eine Woche gebraucht hat um die Nutzer zu informieren. Wirklich gut aufgehoben können sich die Nutzer so bei SONY nicht fühlen. </p>
<p>Für Spammer und Kreditkartenbetrüger dürften diese Daten sehr viel Geld wert sein und wir werden wohl auch recht schnell erfahren ob diese Daten wirklich den Weg in dunkle Kanäle gefunden haben. Wie viele Nutzer Kreditkarten Informationen hinterlegt haben ist nicht bekannt, aber hierbei dürfte es sich um einen der größten Datenraube der Geschichte handeln. Für SONY ist der Imageschaden immens und auch mit dem Ausfall des Playstation Networks gerade über die Osterfeiertage dürfte sich SONY wenig Freunde gemacht haben. Spannend dürfte zudem sein, ob Spieler jetzt eher zur Konkurrenz XBOX 360 und Wii greifen, oder sogar auf diese Plattformen wechseln. </p>
<p>Quelle: <a href="http://uk.playstation.com/home/news/articles/detail/item369506/PSN-Qriocity-Service-Update/" target="_blank">Sony Blog</a>, <a href="http://www.golem.de/1104/83045.html">Golem.de</a><!-- PHP 5.x --></p>
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		<title>Webstatistik Tools für die eigene Webseite.</title>
		<link>http://www.zoernig.de/blog/eintrag/webstatistik-tools-fur-die-eigene-webseite</link>
		<comments>http://www.zoernig.de/blog/eintrag/webstatistik-tools-fur-die-eigene-webseite#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 08:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Zörnig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Statistiken]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[eTracker]]></category>
		<category><![CDATA[Webstatistik]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist noch gar nicht lange her, da waren Webseiten für viele Firmen eine schwarze Box. Man konnte sie sich zwar anschauen, aber viele Informationen wie Besucherzahlen, Interessen der Besucher,&#8230; wurden nicht erhoben oder zumindest nicht betrachtet. Heute ist die Webanalyse für viele Webseitenbetreiber ein täglich Brot und ein wichtiges Instrument um die Webseite an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist noch gar nicht lange her, da waren Webseiten für viele Firmen eine schwarze Box. Man konnte sie sich zwar anschauen, aber viele Informationen wie Besucherzahlen, Interessen der Besucher,&#8230; wurden nicht erhoben oder zumindest nicht betrachtet. Heute ist die Webanalyse für viele Webseitenbetreiber ein täglich Brot und ein wichtiges Instrument um die Webseite an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen. Die Industrie hat dieses vor längerer Zeit erkannt und so gibt es diverse Tools für die Webanalyse. Trotzdem gibt es noch immer Firmen, die diese Zahlen nicht interessiert oder diese nicht ausgewertet werden.<br />
<span id="more-880"></span></p>
<p>Für die Webanalyse haben sich zwei unterschiedliche Verfahren etabliert. Zum einen die Auswertung der Logfiles des Webservers, zum anderen die Einbindung eines kleines Javascriptes oder Bildes auf der Seite, dessen Aufrufe dann von einem anderen Server protokolliert werden. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. So können über die Logfiles auch Zugriffe von Rechnern erfasst werden, die weder Javascript ausführen noch Bilder laden (Robots, Suchmaschinen,&#8230;). Dafür können Nutzer nicht erfasst werden, die hinter einem Proxy sind und so keine Anfrage an den Webserver stellen. In den letzten Jahren haben sich die Tools über Javascript </p>
<p>Neben der Art der Analyse muss auch die Kostenfrage geklärt werden. Es gibt kostenlose Dienste die auf dem eigenen Server installiert werden müssen. Diese sind jedoch technisch begrenzt. Entweder benötigen sie viele Ressourcen oder lassen nur eine Oberflächliche Analyse zu. Eine Ausnahme macht hier Google Analystics. Hier zahlt der User mit seinen Daten, die in Amerika gespeichert werden. Ob und zu welchen Zwecken Google diese Daten verwendet kann nur Google selber sagen. Hier gab es in den letzten Monaten auch immer wieder Datenschutzbedenken, so dass man in Deutschland über die Verwendung von Google Analytics zweimal nachdenken sollte. Die Kostenpflichtigen Dienste gehen von 100 Euro bis mehrere 10.000 Euro pro Jahr. Hier kommt es auf den Detailgrad und die Anzahl der Seitenaufrufe einer Webseite an. </p>
<p>Mehr zum Thema Datenschutz und Webstatistiken findet man in der <a href="http://www.xamit-leistungen.de/downloads/XamitStudieWebstatistikenimTest.pdf" target="_blank">XAMIT Studie</a>. </p>
<p>Eine kurze Übersicht über einige dieser Analysetools möchte ich hier geben. </p>
<p><strong>Webalizer und Analog</strong> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Webalizer" target="_blank">link</a>)<br />
Die ältesten Produkte in diesem Bereich sind die Tools Webalyzer und Analog (beide kostenlos), welche sich rein auf die Analyse von Logfiles der Webserver beschränken. Dabei bieten diese nur rudimentäre Statistiken: Die Auswertung der Zugriffszahlen (Besucher, Seitenaufrufe, Dateien), welche Seiten am häufigsten aufgerufen wurden und von welchen Seiten die Nutzer kamen (Referrer). </p>
<p><strong>Urchin 7</strong> (<a href="http://www.google.com/urchin/index.html" target="_blank">link</a>)<br />
Google hat durch den Kauf der Firma Urchin im Jahr 2005 gleich zwei Produkte im Bereich der Webanalyse. Zum einen die Software Urchin, welche eine Weiterentwicklung der Urchin 4 Software ist. Diese basiert hauptsächlich auf der Analyse von Logfiles und kostet in der Version 7 fast 10.000€. Dafür kann man damit bis zu 1.000 Domains analysieren, so dass diese Software vor allem für Premium Hostinganbieter interessant ist. </p>
<p><strong>Google Analytics</strong> (<a href="http://www.google.com/intl/de/analytics/" target="_blank">link</a>)<br />
Viel bekannter ist jedoch das kostenlose Google Analytics, welches auf dem damaligen Urchin 6 basiert. Dabei handelt es sich um ein Javascript, welches auf der eigenen Webseite eingebunden wird und die Daten an die Google Server für eine Auswertung sendet. Hier liegt aktuell auch die größte Kritik an Google Analytics, da viele Datenschützer die Datenschutzrechte der User nicht als gegeben ansehen. </p>
<p><strong>Piwik</strong> (<a href="http://piwik.org/" target="_blank">link</a>)<br />
Eine ebenfalls kostenlose Alternative versucht hier die Software Piwik zu sein. Sie wird auch über einen Javascript Code eingebunden, sendet die Daten jedoch an einen eigenen Server. Dadurch werden keine Daten an fremde Firmen übertragen, jedoch braucht die Software relativ viel Leistung, so dass virtuelle Hosts mit vielen Kunden auf einem Server schnell die Puste ausgeht. Auch gibt es bisher wenig Erfahrungen, wie sich die Software mit wirklich großen Webseiten verträgt. Für kleine Seiten auf eigenen Server könnte Piwik aber eine gute Alternative zu Google Analytics sein. </p>
<p><strong>eTracker</strong> (<a href="http://www.etracker.com/de/" target="_blank">link</a>)<br />
Aus Hamburg kommt die Software eTracker. Diese basiert, ähnlich wie Google Analytics, auf einem Javascript Code. Im Gegensatz zu Google Analytics kann man hier von einer hinreichenden Sicherung des Datenschutz ausgehen. Hierfür gibt es auch Einstellungen, die sich an den unterschiedlichen Anforderungen des Datenschutzes in den Bundesländern orientieren. Neben einer sehr eingeschränkten kostenloses Version, beginnen die Kosten für eTracker bei 10€ pro Monat. </p>
<p><strong>Econda</strong> (<a href="http://www.econda.de/" target="_blank">link</a>)<br />
Auch aus Deutschland kommt die Webanalyse Software Econda. Nach meiner Erfahung ist sie ähnlich gut wie eTracker, die Kosten fangen jedoch bei 30€ pro Monat an. Für große Seiten sicherlich kein Argument, aber gerade kleinere Seiten dürften hier mit eTracker finanziell besser bedient sein. </p>
<p><strong>Omniture</strong> (<a href="http://www.omniture.com/de/">link</a>)<br />
Aus dem Hause Adobe kommt die Software Omniture, die sich vor allem an sehr große Webseiten richtet. Der Preis ist dabei häufig Verhandlungssache, aber mehr als 10.000 Euro sind pro Jahr keine Seltenheit.<br />
<!-- PHP 5.x --></p>
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		<title>Google Street View Diskussion in Deutschland.</title>
		<link>http://www.zoernig.de/blog/eintrag/goole-streetview-diskussion-in-deutschland-2010</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 06:28:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Zörnig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Street View]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist eigentlich Google Street View, werden sich viele Leute sicherlich seit einiger Zeit fragen. Bei Google Street View fährt Google mit Autos durch die Städte und nimmt die Städte von den Strassen aus auf. Dabei fahren sie wirklich nur die Strassen entlang und zeigen &#8211; anders als z.B. bei Luftbildaufnahmen &#8211; nicht was hinter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist eigentlich Google Street View, werden sich viele Leute sicherlich seit einiger Zeit fragen. Bei Google Street View fährt Google mit Autos durch die Städte und nimmt die Städte von den Strassen aus auf. Dabei fahren sie wirklich nur die Strassen entlang und zeigen &#8211; anders als z.B. bei Luftbildaufnahmen &#8211; nicht was hinter den Häusern, oder auch hinter hohen Hecken, zu sehen ist. Genauso wie bei Google Earth sind dieses auch einmal gemachte Bilder, die nicht regelmäßig (vermutlich nur alle paar Jahre einmal) aktualisiert werden. So kann man daraus nicht erkennen, wann jemand jeden Morgen zur Arbeit fährt, ob die Kinder im Garten täglich spielen, oder ob jemand aktuell im Urlaub ist. Dafür kann man sich wunderbar in unbekannten Städten orientieren und sich ggf. die Umgebung von einem Haus, das man kaufen oder Mieten möchte, anschauen.<br />
<span id="more-518"></span><br />
So z.B. bei unserem letzten Urlaub in London. Ich konnte mir dank Google Street View schon genau den <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=Hotel+The+Howard,+London&#038;sll=37.0625,-95.677068&#038;sspn=50.823846,95.800781&#038;ie=UTF8&#038;hq=Hotel+The+Howard,&#038;hnear=London,+Vereinigtes+K%C3%B6nigreich&#038;ll=51.512255,-0.119691&#038;spn=0.008226,0.025728&#038;t=h&#038;z=16&#038;layer=c&#038;cbll=51.511234,-0.113936&#038;panoid=J56bl4hIXTWuR1QDQZFDGA&#038;cbp=12,268.88,,1,-9.47" target="_blank">Weg zu unserem Hotel</a> anschauen und habe so eine Menge Zeit gespart. Ebenso konnte ich sehen, wie ich vom Zentrum aus zu gewissen Attraktionen finden kann oder ob es in der Gegend des Hotels schöne Restaurants gibt.<br />
<img src="http://www.zoernig.de/wp-content/uploads/2010/08/google-street-view-screenshot.jpg" alt="Google Streetview Screenshot" title="Google Streetview Screenshot" width="610" height="365" class="aligncenter size-full wp-image-525" /></p>
<p>Google macht übrigens im Normalfall die Gesichter der Menschen unkenntlich. Das ist mehr, als z.B. die User bei Bilderdiensten wie Flickr tun. Hier werden einfach sämtliche Urlaubsbilder eingestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Egal ob der unbekannte Tourist im Hintergrund damit einverstanden ist oder nicht. Gleiches gilt übrigens auch häufig für Bilder in der Presse. Ein Mensch im Hintergrund wird da zumeist nicht um Erlaubnis gefragt oder Unkenntlich gemacht. Natürlich kann es sein, dass bei Street View ein Mensch auch mal nicht erkannt wird und dadurch nicht unkenntlich gemacht wird, die Regel ist das jedoch nicht. </p>
<p>Übrigens, dank Gesichtserkennung können viele Bildverarbeitungssysteme auch schon Menschen erkennen und einem Namen zuordnen. Noch kann man &#8211; bedingt durch Einschränkungen der Firmen &#8211; nicht alle Bilder automatisch nach einem bestimmten Gesicht durchsuchen lassen, aber man sollte schon überlegen wie viele Touristen einen bereits abgelichtet haben und danach vermutlich ihren Freunden (und damit häufig auch der ganzen Öffentlichkeit) über das Internet diese Fotos zugänglich gemacht haben. </p>
<p>Mir ist zudem ein Rätsel, was aktuell in die Presse gefahren ist und ob es nicht wichtigeres als Google Streeview gibt: z.B. der Atomausstieg, Klimaerwärmung, Hochwasser und vieles mehr. Aber der Bild Zeitung ist das egal und sie stellt heute auf ihrer Internetseite lieber  Pro- und Contra Meinungen von Prominenten und normalen Bürgern vor:</p>
<p>So zitiert sie Jeanette Biedermann (30), Sängerin: „Ich werde mein Haus schwärzen lassen. Ich glaube nicht, dass die Verantwortlichen von ,Street View‘ glücklich wären, dass man ihnen beim Nacktbaden im Garten zuschaut.“ Liebe 1414 Reporter der Bildzeitung, ist das für Euch nicht geradezu eine Einladung? Und liebe Frau Biedermann, wenn man Sie nackt von der Strasse aus sehen kann, ist Street View dann wirklich Ihr größtes Problem? </p>
<p>Gleiches gilt für Juliane W. (19) aus Gerstungen (Übrigens mit vollem Namen und Beruf auf Bild.de &#8211; ich habe darauf aus Datenschutzgründen verzichtet): „Ich sonne mich oft im Bikini auf der Terrasse. Durch Google finden Spanner doch sofort mein Wohnhaus.“ Ja liebe Juliane, wenn Du Deine Adresse irgendwo veröffentlichst und dann in der Bildzeitung mit diesen Aussagen die Spanner anlockst werden sie Dein Haus ganz sicher finden. Übrigens, das geht auch mit einem mehrere Jahre alten Stadtplan und ohne Street View. Stehst Du eigentlich im Telefonbuch? </p>
<p>Nehmen wir sonst die Familie Mirja und Sky du Mont. Sie sagt zu Bild: „Wir wollen unser Haus auf jeden Fall schwärzen lassen. ,Street View‘ fördert Kriminalität. Und wir möchten nicht, dass jemand unsere Kinder beim Spielen im Garten sieht.“ Ein Auto, ein Stadtplan, Reichtum und ein schönes Haus fördert hier genauso &#8211; wenn nicht noch mehr &#8211; die Kriminalität. Sollte man sie deshalb verbieten? </p>
<p>Für mich zeigen diese Meinungen, dass die Personen dahinter sich nicht mit Google Street View befasst haben und nur die Meinung der Presse und von Politikern &#8211; die ihre Meinung natürlich auch nur aus der Presse haben &#8211; wiedergeben. Natürlich kann man auch kritisch gegenüber Street View sein &#8211; aber das Thematisiert die Presse nicht. So sollte man sich z.B. Fragen ob die Daten wirklich von Google erhoben werden sollten &#8211; oder ob das nicht sogar Aufgabe der Städte wäre? Vielleicht hat Street View aber auch andere Effekte und man sieht endlich mal wer seinen Garten und die Bürgersteige pflegt und wer nicht? </p>
<p>Ich kann nur hoffen, dass sich Deutschland schnell besinnt und sich möglichst bald wichtigeren Themen widmet als Google Street View. </p>
<p>Zwei weitere schöne Beiträge dazu habe ich bei <a href="http://lumma.de/2010/08/12/der-deutsche-verpixelte-michel/">Nico Lumma</a> und <a href="http://www.mthie.com/warum-ich-google-streetview-als-notwendig-erachte.html">Martin Thielecke</a> gefunden. <!-- PHP 5.x --></p>
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		<title>Facebook, StudiVZ und der Datenschutz.</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 04:39:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Zörnig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein soziales Netzwerk ist wohl das schlimmste was einem Datenschützer passieren kann. Die beiden großen sozialen Netzwerke Facebook und StudiVZ sprechen vor allem junge Erwachsene an, die sich gerne in Wort, Bild und Film mitteilen und so teilweise viel mehr preisgeben, als es ihnen lieb sein kann. Doch die User fangen langsam an zu erkennen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein soziales Netzwerk ist wohl das schlimmste was einem Datenschützer passieren kann. Die beiden großen sozialen Netzwerke Facebook und StudiVZ sprechen vor allem junge Erwachsene an, die sich gerne in Wort, Bild und Film mitteilen und so teilweise viel mehr preisgeben, als es ihnen lieb sein kann. Doch die User fangen langsam an zu erkennen, dass die Netzwerke nicht so privat sind und verschließen sich ihnen. Interessanterweise reagieren die Nutzer von Facebook dabei ganz anders als die User von StudiVZ. Ein Erfahrungsbericht.</p>
<p><span id="more-21"></span>Schon häufiger hatte die Holtzbrinck-Tochterfirma StudiVZ Probleme mit Hackern, denen es gelang Daten aus dem Netzwerk zu fischen (s. <a href="http://www.golem.de/0702/50772.html">golem</a>), wobei es hier seit einem Jahr relativ ruhig geworden ist. Interessanterweise hat sich das Verhalten der User nach den Angriffen kaum geändert. Ein Umdenken hat StudiVZ erst selbst herbeigeführt, als Ende 2007 <a href="http://blogbar.de/archiv/2007/12/13/holtzbrinck-und-studivz-und-ihr-verstandnis-von-datenschutz/">neue Geschäftsbedingungen</a> eingeführt werden sollten um personalisierte Werbung schalten zu können. Die neuen Geschäftsbedingungen wurden nach großen Protesten zwar entschärft, trotzdem haben seit dem viele User einen komischen Nachgeschmack. Und so nutzen sie anstatt ihres realen Namens wieder Spitznamen oder kürzen zumindest ihren Nachnamen ab. Dieses Verhalten der User führt jedoch dazu, dass sie von Freunden sehr viel schlechter gefunden werden und so der Reiz von StudiVZ etwas verliert. Ein positiver Nebenaspekt, den viele dabei nicht im Auge haben, ist jedoch, dass auch ein Personalchef zum Vorstellungsgespräch sehr viel tiefer suchen muss, um die Saufbilder der letzten Woche zu finden. Einen weiteren Trend hat <a href="http://www.mkswork.de/neuer-trend-bei-studivz-nutzern/">Markus von mmyNews</a> entdeckt. Einige User scheinen sich, ungeachtet den AGBs, einen zweiten Useraccount mit richtigem Namen anzulegen, um trotzdem gefunden zu werden. Ungeachtet der AGB Vorschrift, dass es pro User nur einen Account geben darf, ist das aber sicherlich nicht die Lösung aller Probleme. Und dass das Ändern des Usernamen überhaupt etwas bringt und Leute trotzdem noch gefunden werden, hat <a href="http://blog.thomas.promny.de/archiv/2008/05/21/studivz-und-die-echten-namen/">Thomas Promny entdeckt</a>.</p>
<p>Häufig sagt man den USA einen sehr viel schwächeren Datenschutz als bei uns nach, trotzdem scheinen die User dem Dienst Facebook mehr zu vertrauen. Hier verwenden die meisten ihren kompletten Namen und geben in ihrem Profil auch ähnliche Informationen preis. Jedoch haben die Facebook-User erkannt, dass die eingestellten Bildern und Informationen relativ schnell in die falschen Hände fallen können und so wird das Profil nur für Freunde geöffnet. Außenstehende sehen gerade mal das Profilbild, den Namen und den Ort. Ob das Vertrauen in Facebook aber gerechtfertigt ist, muss jeder für sich selber entscheiden. Auch hier sieht man relativ häufig <a href="http://www.golem.de/0806/60117.html">Nachrichten</a> von Datenschützern, die an der Vertrauenswürdigkeit von Facebook zweifeln.</p>
<p>Andere soziale Netzwerke bieten hier nicht die großen Angriffsmöglichkeiten. OpenBC/Xing richtet sich vor allem an Buisness User und bietet keine Spaßfunktionen wie Bilder, Videos und Co. Hier muss man nur überlegen was man in sein Profil schreibt und ob das Passbild vom Fotographen nicht doch besser ist als das Bild aus dem letzten Mallorca Urlaub. Die neue Plattform MeinVZ lehnt sich sehr an StudiVZ an und so gelten hier die gleichen Bedenken wie bei StudiVZ. Aufgrund der aktuell recht kleinen Nutzerschaft, lässt sich das aber noch nicht beim Verhalten der Nutzer sehen. Zu SchülerVZ lässt sich an dieser Stelle keine Aussage treffen, da es sich hier um eine geschlossene Plattform nur für Schüler handelt.</p>
<p>Fazit<br />
Soziale Netzwerke machen solange Spaß, bis ungewollt Daten in die falschen Hände geraten. Es lohnt sich also vorm Einstellen über den Inhalt nachzudenken und auch zu überlegen was passiert, wenn der Chef, Dozent, die Eltern oder die Freundin/der Freund diese Informationen in die Hände bekommen. Dann können Dienste wie StudiVZ, MeinVZ und Facebook sehr viel Spaß machen. Natürlich muss man auch in Betracht ziehen, dass die sozialen Netzwerke einmal verkauft oder gehackt werden können und die Daten dann vielleicht nicht mehr so sicher aufgehoben sind, wie es heute noch scheint.<!-- PHP 5.x --></p>
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		<title>Datenschutz, doch wichtiger als viele glauben?</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jun 2008 04:32:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Zörnig</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn die Deutsche Telekom keine Bundesbehörde und Monopolist mehr ist, so ist sie im deutschen Telekommunikationsmarkt noch immer der größte Spieler. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Telefongespräch mindestens ein Beteiliger einen Anschluss der Telekom (egal ob Festnetz oder Mobilfunk) nutzt ist relativ groß und so läuft ein Großteil der Gespräche über das Netz der Deutschen Telekom. Per Gesetz ist die Deutsche Telekom (genauso wie die anderen Telekommunikationsfirmen) verpflichtet die Verkehrsdaten von Telefongesprächen für 6 Monate festzuhalten und dem Staat Zugriff auf diese Daten zu geben. Wie letzte Woche jedoch bekannt wurde, hat die Telekom nun  Verkehrsdaten verwendet um Journalisten und Aufsichtsräte zu überwachen um dabei Informationslecks zu finden.</p>
<p><span id="more-18"></span>Nun stellt sich die Frage, wie man solch eine Bespitzelung (einige nennen es schon Telekomgate) in Zukunft verhindern kann.  Innenminister Schäuble hat deshalb heute die Vorsitzenden der größten Telekommunikationskonzerne zu einem Gespräch über den Schutz der Daten eingeladen. Laut <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,556463,00.html">Spiegel</a> überlegt Schäuble nun, was der Gesetzgeber zusätzlich tun kann, um den vertraulichen Umgang mit Daten sicherzustellen. Jedoch ist die Wirkung von Gesetzen immer fraglich wenn jemand genügend kriminelle Energie aufwendet und die Konsequenzen in kauf nimmt. Ansonsten würden heutzutage auch keine Morde mehr passieren.</p>
<p>Wie kann man das Problem aber minimieren? Eine Möglichkeit ist hier sicherlich die Verstärkung von Kontrollen durch die Behörden. Zusätzlich sollten die Verkehrsdaten nur solange es wirklich nötig gespeichert werden, um auch eine nachträgliche Bespitzelung zu verhindern. Doch hier ist die aktuelle Regierung aus SPD und CDU ganz anderer Meinung und so gilt seit diesem Jahr die Verpflichtung für Telekommunikationsanbieter Verkehrsdaten für 6 Monate (sowohl bei E-Mails, als auch bei Telefongesprächen) zu speichern. Offiziell wird diese Speicherung mit der Bekämpfung des Terrors begründet, jedoch melden schon andere Rechtsorgane und selbst die Privatwirtschaft (bzgl. Raubkopien) Interesse an diesen Daten an.</p>
<p>Die Brisanz dieser Datenspeicherung ist mittlerweile aber nicht nur Datenschützer ein Dorn im Auge, sondern auch die Stimmen aus der Opposition werden lauter und fordern das Gesetz zu stoppen. So fordert der Grüne Christian Ströberle auch weiterhin den Datenschutz ins Grundgesetz aufzunehmen (<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,557132,00.html">Spiegel Online</a>). Ob die Opposition damit Erfolg haben wird, ist sicherlich fraglich, zumindest solange sich in der Bevölkerung nur eine kleine Minderheit öffentlich gegen diese Datenspeicherung stellt. Aber mit diesen Daten kann auch ein vor 6 Monaten geführtes Telefonat schnell zu einem Besuch der Polizei führen, wenn der Gesprächsteilnehmer eine Straftat begangen hat. Und wer möchte deshalb schon gerne von der Polizei verhört werden oder gar seine Unschuld beweisen müssen?</p>
<p>Update: Heute hat sich deshalb auch, wie zu erwarten war, der <a href="http://www.ccc.de/updates/2008/datenschutz-manifest?language=de">Chaos Computer Club</a> zum Thema geäußert und fordert harte Strafen sowie ein Ende der Vorratsdatenspeicherung (s. <a href="http://www.golem.de/0806/60127.html">golem</a>).<!-- PHP 5.x --></p>
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